„Voices of Transition“ Filmforführung am 25.02.2014 um 20Uhr

Flyer Voices of Transition_96px

„Voices of Transition“ (F/D 2012) ist ein vollkommen unabhängig produzierter, 66 minütiger Dokumentarfilm des deutsch-französischen Filmemachers und Soziologen Nils Aguilar (Produktion und Regie). Der Film ist das Ergebnis von vier Jahren leidenschaftlicher Arbeit und konnte nur durch das Engagement vieler Freiwilliger aus der ganzen Welt entstehen.
Der Film zeigt Beispiele des sozialökologischen Wandels in England, Frankreich und Kuba. Dabei liefert er Antworten auf die Fragen:

– Wie können wir in Zukunft die Welt ernähren?
– Welche Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft gibt es?
– Wie gestalten wir den Übergang in eine postfossilen, relokalisierte Wirtschaft?

Pioniere wie Rob Hopkins, Gründer der Transition-Town-Bewegung, verdeutlichen im Film, wie man den Herausforderungen von Klimawandel, knappen Ressourcen und drohenden Hungersnöten mit neuen Wegen entgegentreten kann.“

Advertisements

El-Salvador-Rundreise 2013: „Pupusas erobern Europa“, Vortrag am 07.11. um 19.30

pupusas

Das Assoziierungsabkommen EU-Zentralamerika – Entwicklungsalternativen für El Salvador?

Pupusas sind das Nationalgericht El Salvadors. Erobern die mit Bohnenmus, Käse oder Schweineschwarte gefüllten, leckeren Maisfladen dank neuer Abkommen nun bald die europäischen Supermärkte? Was würde das den vielen kleinen Familienbetrieben, in denen die Pupusas gebacken werden, nützen?

Das in Deutschland ebenso wie in El Salvador kürzlich verabschiedete Assoziierungsabkommen zwischen den sechs Ländern Zentralamerikas und der Europäischen Union (AdA) bindet weltwirtschaftliche Zwerge an einen Riesen. Es geht auf den San-José-Prozess zurück, mit dem die EU bereits seit 1984 versucht, sich in Mittelamerika neben den USA zu positionieren. Diese haben neuerdings ein „Bündnis für Wachstum“ mit  El Salvador erwirkt, das wiederum ein Public-Private-Partnership-Gesetz voraussetzte. Kritiker_innen befürchten, dass all diese Regelwerke schon bald eine perfekte Zwangsjacke für Staat und Gesellschaft in El Salvador bilden werden. Welche wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spielräume bleiben da noch und wo kann Solidaritätsarbeit ansetzen?

Referenten aus El Salvador:
Roger Blandino, ehem. „Comandante Jeremias“, Ex-Bürgermeister der Stadt Mejicanos, derzeit  in der Führung der linksgerichteten Regierungspartei FMLN für die Beziehungen zu den sozialen Bewegungen zuständig.

Saúl Baños, Rechtsanwalt, langjähriger Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation FESPAD, dort Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale, kulturelle und Umweltrechte.

Der Vortrag findet am Donenrstag, den 07. November, um 19.30Uhr auf dem Dachboden des Oscar-Romero-Hauses statt.  Der Vortrag wird auf Spanisch gehalten und auf Deutsch übersetzt. Weitere Termine der Rundreise finden sich hier.

Pink Smoke Over the Vatican – Film und Diskussion, 30.08.13, 19.30

pinksmoke

Pater Roy Bourgeois und Filmmacherin Jules Hart zeigen den Film:
Pink Smoke Over the Vatican

Pink Smoke ist ein Dokumentarfilm über Frauen, die sich zum priesterlichen Dienst in der katholischen Kirche berufen fühlen und sich gegen die Ordnung der „Männerkirche“ stellen.
 Der Film zeichnet die Wurzeln der Priesterinnenbewegung in Österreich und Deutschland nach. Er erzählt die faszinierende Geschiche einer Untergrundpriesterin zur Zeit des Eisernen Vorhangs. Eindringlich schildern Frauen, wie sie ihre Berufung zum Priestertum erkannten und den steinigen Weg beschritten, sich gegen die Bestimmungen des Kirchenrechts weihen zu lassen. Bewegend ist die Aussage einer ehemaligen Ordensschwester aus Südafrika, die ihrem Orden 45 Jahre lang diente, sich als Schulleiterin gegen die Apartheid kämpfte und nach der Weihe ihres Ordens verwiesen wurde. Es ist ein beeindruckender Film über starke Frauen, die sich unter hohen persönlichen Opfern für die Gleichstellung der Frau in ihrer Kirche einsetzen und dadurch der Kirche Hoffnung und Zukunft geben.

Roy Bourgeois ist Aktivist für Frieden und Menschenrechte. 2005 erhielt er den Aachener Friedenspreis. Er setzt sich für die Einbeziehung der Frauen auf allen Ebenen der kath. Kirche ein. Etwas, dass die Kirche seiner Meinung nach braucht, um zu gesunden. Für gewaltlosen Proteste gegen die Militärgewalt in Lateinamerika und deren Unterstützung durch die USA verbrachte er mehr als 4 Jahre in Haft.

Jules Hart ist als Produzentin und Regisseurin mehrfach ausgezeichnet. Pink Smoke wurde unter anderem als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Die Regisseurin, die evangelisch ist, will einerseits die spirituellen Erfahrungen der Frauen zeigen, die sie auf diesen steinigen Weg führen und andererseits, wie die „asymetrische“ Behandlung von Frauen in einem Bereich,  das Bild der Frauen in der Gesellschaft insgesamt negativ beeinflusst.

Der Film hat deutsche Untertitel. Länge: 60 Minuten. Anschließend: Diskussion mit P. Roy und J. Hart (übersetzt).
Freitag, 30.8.2013, 19:30 Uhr

Der Widerstand gegen die Uranmine in Falea im Süden Malis, Vortrag 09.07. um 20.00

Bergbau als klassischer Landraub

Uranmine in Niger

(Bild: Uranmine in Niger)

Nouhoum KEITA ( Journalist, Mitgründer des malischen Netzwerkes RADIO KAYIRA und Kommunikationsbeauftragter der Bürgerinitiative ARACF von FALEA, Mali) und Hannes LAMMLER (Forum Civique Européen) berichten über den Widerstand gegen den Uranabbau in Falea.

Der moderne Begriff des „Landgrabbing“ (französisch: „accaparement des terres“) beschreibt in aller Regel die Landnahme und die damit einhergehende Vertreibung der einheimischen Bauern und Viehzüchter für eine andere Art der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen durch Großinvestoren. Seit langem werden aber die gleichen Mechanismen auch bei der Erschließung von  Bodenschätzen angewendet: Land bzw. Boden, unter dem Rohstoffe ausgebeutet werden sollen, wird – soweit nötig – im Interesse der Minen- oder Ölgesellschaft enteignet – oft durch Vertreibung, da noch nicht einmal formal Entschädigung vorgesehen ist.

Ein solcher Prozess droht auch in Falea im Südwesten Malis. Dort finden seit 5 Jahren Testbohrungen für einen besonders brisanten Rohstoff statt: nämlich Uran. Es liegt insofern nahe, die Situation in Falea etwas näher zu betrachten. Denn die dort gemachten Erfahrungen könnten auch für andere, ebenfalls von Landgrabbing betroffene Regionen wie das Office du Niger aufschlussreich sein, vor allem weil sich BewohnerInnen aus Falea schon seit längerem zusammen mit UnterstützerInnen unter anderem aus Europa gegen das Bergbauprojekt zur Wehr setzen.

Mehr Infos über die Proteste in Falea gibt es hier als pdf und/oder auf der homepage falea21.org

Vortrag am Dienstag, den 09.07.2013, 20.00

Der Vortrag findet auf französisch mit deutscher Übersetzung statt.

überreden – Busreise zum Thema Kommunikation, 29.06., ab 11.00

Busreise Kommunikation

„Wir müssen reden“ – könnte man sagen und meint etwas anderes. Busreise zum Thema Kommunikation, 29.06., ab 11.00

Kommunikation ist alles! Das bloße Sich-Mitteilen – „schönes Wetter heute“ – oder den gezielten Austausch von Informationen – „Die Türen schließen selbsttätig“ – oder die Weitergabe von Wissen – „Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden …“. Wir kommunizieren mit unterschiedlichen Medien und unterschiedlichen Menschen. Wir reden, sagen, meinen, brüllen, flüstern und sprechen mit und über Worte, Zeichen, Blicke und Bewegungen. Mit Sprache verletzten und erfreuen ist möglich – Kommunikation ist Hilfsmittel und Hindernis. Wer da noch was versteht oder missversteht soll kommen, um während unserer dritten Busreise mit uns zusammen zu reden und sich über die verschiedenen Formen der Kommunikation auszutauschen.

Es gibt verschiedene Workshops und Vorträge rund um das Thema Kommunikation im Kult41 und ein gemeinsames Abendessen mit Tischkonversation im Garten des Oscar-Romero-Hauses.

PS: Der Bus steht im Innenhof des Kult41 (Hochstadenring 41, Bonn) und wird sich auch an diesem Tag nicht von der Stelle bewegen!

Peru – Ein Museum der Erinnerung in Lima, Vortrag am 20. Juni

IMG_4212

Peru erlebte in den Jahren 1980 bis 2000 einen Bürgerkrieg der maoistischen Gruppierung „Leuchtender Pfad“ und der Armee, der laut Wahrheitskommission knapp 70 000 Todesopfer forderte. Dieser Konflikt hat eine tiefe Wunde in die peruanische Gesellschaft geschlagen, die bis heute sichtbar ist.

ANFASEP, eine Opferorganisation hat sich vor 30 Jahren gegründet um für Wahrheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Im September diesen Jahres feiern sie Ihren 30. Geburtstag. Weiterhin wird der 10. Geburtstag der Übergabe des Berichtes der Wahrheitskommission im August 2013 gefeiert. Weiterhin soll dieses Jahr der Rohbau des „Lugar de la Memoria“ (Ort/Museum der Erinnerung) in Lima eingeweiht werden. Ein gigantischer Bau, am besten Platze Limas, direkt am Strand. Welche Probleme und Herausforderungen in diesem Zusammenhang noch zu meistern sind, wird die Referentin erläutern.

Die Referentin Kerstin Kastenholz ist Dipl. Geographin und Mediatorin. Sie bereist seit 1999 fast jährlich Peru und hat insgesamt mehrere Jahre in verschiedenen Regionen des Landes gelebt. Heute lebt sie in Berlin und Lima.

Donnerstag, 20. Juni 2013 – 19 Uhr (anschließend Kneipe)

Silkroad-Project: 429 Tage Bonn-Tokyo mit dem Fahrrad, Bildvortrag mit Gesprächscharakter am 19.06.

silkroad-project_japan

429 Tage Bonn – Tokyo mit dem Fahrrad: Krieg, Gastfreundschaft und schlechtes Wetter, Rückblick aus dem Taifun: Bildvortrag über den vorletzten Teil der Etappe des Silkroad-Projects , 19.06., 20.00 Uhr

Silkroad-Project – 16.000 Kilometer in 429 Tagen von Bonn nach Japan

Den Rädern sieht man es an, den Fahnen auch: 16.000 Kilometer durch Wind und Wetter von Bonn nach Japan. In 14 Monaten hat sich die Route mehrmals geändert, Kriegswirren, politische Verwicklungen, die Atomkatastrophe ermöglichten nicht immer das Weiterreisen wie geplant. Die Entscheidung, alles aufzugeben, die Arbeit zu kündigen und nach Jahren und Jahrzehnten in sozialen Berufen und Engagement den Blick in andere Kontinente, andere Kulturen und andere Religionen weder beruflich noch als Tourist zu machen, ist nicht leicht. Doch die Neugierde ist größer, die Faszination, den Weg auf dem Rad zurückzulegen. Wir kündigen unsere Arbeit, verlassen soziales Engagement, Freunde und Familie und nehmen den Status der Rad-Nomaden ein. 1,5 Jahre Vorbereitung sind gerade genug, um alles zu schaffen, die Karten zu studieren, die Länder. Wichtiges abzuschließen, Neugierde weiter zu entfachen. Wir sind uns sicher: wir wollen genau dahin, von wo wir in der westlichen Presse so wenig und vor allem Negatives hören. Wir wollen vor Ort die Luft schnuppern, die Menschen treffen und Da-sein. Unterwegs-sein.

Mit einem Anhänger, insgesamt 12 Taschen, vielen Ersatzmänteln, Schläuchen, Ersatzteilen, wenigen Klamotten für Sommer wie Winter machen wir uns auf den Weg quer durch Europa und Asien. Es ziehen sich drei Themen durch unsere Reise: Krieg, Gastfreundschaft und schlechtes Wetter. Wir fahren durch das ehemalige Jugoslawien, sprechen mit Überlebenden der Belagerung von Sarajewo, fahren an Minenschildern vorbei, an Ruinen und Waisenheimen. Immer wieder sehen wir Zelte des UNHCR in der autonomen Region Kurdistan im Irak ebenso wie viele Schilder der Wiederaufbauprojekte der EU und der Hilfswerke in Tadjikistan. Wir kommen aus dieser Arbeit und kennen das Geschäft. Übernachtungen zu finden ist nicht immer leicht, es gibt Minen und Militär, Überschwemmungen und Gegenden, in denen wenig Sicherheit herrscht. Inmitten der kritischsten Momente: Tee und Brot, Tee und Kekse, Tee und Bonbons, Tee und Suppe. Übernachtung. Hilfe. Immer und immer wieder. Die Gespräche drehen sich dabei um Zukunft, Versöhnung, Politik, eben um Krieg und der Sehnsucht nach einer guten Zukunft.

Unsere Ausrüstung musste alles zeigen: 30 Prozent Regen, tiefste Temperaturen, Hitze, schlechte Straßen, großes Gewicht. Transporte im Zug, auf LKWs und im Schiff. Bis auf 30 Platten, zwei kaputte Kugellager und sieben neue Reißverschlüsse am Zelt: alles in Ordnung. Wir sind froh. Weder sind wir krank geworden noch mussten wir die Reise abbrechen aufgrund von Materialschaden oder Unfällen.

Würden wir noch einmal fahren: Ja. Für die Sonnenuntergänge und die Vögel am Morgen, die Menschen auf dem Weg und das Radfahren in jeder Situation. Jetzt sehen wir unseren Ort aber hier, in der Gestaltung und in der Öffentlichkeitsarbeit für die Rechte und Zukunft der Menschen, die wir kennen lernen durften und wo wir immer wieder einen kleinen Teil des Lebens erleben und teilen konnten. Daher bleibt die Homepage bestehen und ist eine Plattform, nicht nur der Informationen für andere Radler und einer Relecture für uns in der Verknüpfung mit dem, was heute geschieht. Sondern vor allem als politische Plattform für Nachrichten aus aller Welt zu den Ländern, durch die wir gefahren sind. Im Kopf fahren wir weiter.

Mehr Informationen zur Reise: www.silkroad-project.eu

Bildvortrag mit Gesprächscharakter, Mi. 19.06.2013, 20.00 Uhr

Fällt leider aus! Wenn das Land zur Ware wird – Film und Diskussion, 18.06.2013, 19.00,

Wenn_das_Land_Postkarte

Der Film thematisiert am Beispiel Chiapas/Mexiko, wie überall im Globalen Süden die Natur zur kapitalistischen Ware gemacht und anschließend ausgeplündert wird. Er zeigt auch, wie sich die betroffenen Menschen dagegen wehren und Alternativen leben.

Anschließend Diskussion mit den Regisseur_innen Dorit Siemers und Luz Kerkeling

INHALT: Der neue Dokumentarfilm vom münsteraner Bildungsverein Zwischenzeit e.V.thematisiert die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Südmexiko durch Monokulturen, Zwangsumsiedlung, Tourismusprojekte und gewaltsame Repression. Die kleinbäuerlichen Dorfgemeinschaften funktionieren bis heute auf der Basis von traditioneller Selbstorganisation, Gemeinschaftsarbeit und Subsistenzwirtschaft zur Grundversorgung mit Nahrungsmitteln. Das Land, das in der Kosmovision der indigenen Bevölkerungsgruppen als „Mutter Erde“ verstanden wird, gerät jedoch zunehmend ins Visier von Politik und Wirtschaft: Die Gemeindeländereien werden immer mehr  in eine Ware konvertiert – in allerRegel ohne die betroffenen Menschen zuvor zu konsultieren.

Umweltschädliche Ölpalmen-Plantagen, privatisierte Autobahnen, touristische Ausflugsorte und die unter immensem Druck erzwungene Zusammenfassung von indigenen Dörfern in so genannte Landstädte sind nur einige Beispiele für neoliberale und technikgläubige „Entwicklungsprojekte“, die die Lebensgrundlagen der Indigenen und die Umwelt angreifen.

Neben dem friedlichen Widerstand der betroffenen Bevölkerungsgruppen – darunter die Zapatistas –, die sich für ein selbstbestimmtes Leben in Würde und im Einklang mit der Natur einsetzen, thematisiert das Projekt auch die Verbindungslinien zu uns Konsument*innen in wohlhabenden Ländern des Nordens, denn der Hunger nach Palmfett und komfortabel-exotischem Tourismus wächst weiterhin.

Wie aufgeladen die Situation in Chiapas weiterhin ist, zeigt die politisch motivierte Ermordung des indigenen Landwirts Juan Vázquez am 24. April diesen Jahres. Er war im Umfeld der linksgerichteten Bewegung der Zapatistas und im zivilen Widerstand gegen große Tourismusprojekte und Monokulturen aktiv. Das Filmteam durfte ihn für den Dokumentarfilm ausführlich interviewen. Juan Vázquez beschreibt eindrücklich die negativen Folgen der „Entwicklungsprojekte“. Das Filmteam von Zwischenzeit e.V. trauert um den Menschenrechtsaktivisten und fordert Gerechtigkeit. Es steht zu befürchten, dass seine Mörder straflos davonkommen. Der Widerstand gegen die autoritären kapitalistischen Entwicklungsprojekte geht weiter.

Produktion: Zwischenzeit e.V., Mexiko/BRD 2013 – 70 Minuten

Infos, Bestellmöglichkeit und Trailer unter: http://www.zwischenzeit-muenster.de/land.html

Film und Diskussion in Anwesenheit des Filmteams Dorit Siemers und Luz Kerkeling, Dienstag, 18. Juni 2013, 19.00 Uhr

Peru ist nicht nur Machu Picchu, Vortrag am 13. Juni

IMG_3453

In dem Vortrag werden die verschiedenen Facetten Perus dargestellt. Peru mit einer Landesfläche drei Mal so groß wie Deutschland, besitzt einen Regenwald, der 70 % des Landes ausmacht. Die Anden sind durch die quechuasprachige Bevölkerung geprägt. Lima als 10 Millionen Metropole am Pazifik ist gerade durch die linke Bürgermeisterin stark im Wandel. Die Referentin gibt einen Überblick über das Leben der Menschen in den verschiedenen Klimazonen, auf 400O Meter Höhe in den Anden, wie auch in den Marginalvierteln der Wüsten Limas.

Die Referentin Kerstin Kastenholz ist Dipl. Geographin und Mediatorin. Sie bereist seit 1999 fast jährlich Peru und hat insgesamt mehrere Jahre in verschiedenen Regionen des Landes gelebt. Heute lebt sie in Berlin und Lima.

13. Juni 2013 – 19 Uhr (anschließend Kneipe)

Green Grabbing / Land Grabbing in Honduras – Vortrag am 23.05.

P1060133

2009 wurde in Honduras geputscht. 2013 stehen nun erneut Wahlen an, zu denen auch die Demokratiebewegung mit einer Partei antritt. Bevor die Machtverhältnisse sich erneut ändern können, setzen die Machthaber zum Endspurt an und verkaufen Land und natürliche Ressourcen aus. Allen voran sind es Protestbewegungen von Landlosen und  Indigenen, die sich dagegen wehren. Enteignungen, Privatisierungen und Konzessionierungen im Zusammenspiel mit  multinationalen Unternehmen werden mit staatlicher Gewalt durchgesetzt. Wasserenergieprojekte, Palmölanbau & die Kommerzialisierung von Wäldern werden von der bei Rio +20 ausgerufenen „Green Economy“ protegiert und von deutschen und internationalen Institutionen gefördert.

Veranstaltung mit Kathrin Zeiske

Kathrin Zeiske ist als Freie Journalistin in Mittelamerika unterwegs und schreibt über Auswirkungen der Globalisierung und soziale Bewegungen.

Vortrag und Eröffnung der Ausstellung „GEGEN DIE UNSICHTBARKEIT“–  Fotoausstellung zum Widerstand in Honduras  am 23.05.2013, 19.00