Keine 1. Mai-Party

Liebe Freund*innen des Oscar-Romero-Hauses und im speziellen der 1.Mai Party,

um es direkt und damit kurz und schmerzlos zu sagen: in diesem Jahr wird es keine 1. Mai-Party im Oscar Romero Haus geben.

Und warum?

Die Parties sind für uns als Bewohner*innen und auch für die vielen Helfer*innen immer eine große Freude verbunden mit sehr vielen schönen Erlebnissen; Raum für Kreativität und toller Deko – und dabei auch eine gute Möglichkeit Spenden für großartige Projekte zu sammeln. Gleichzeitig sind sie auch ein großer Kraftakt schon Tage vor der eigentlichen Feierei und noch lange danach. Nachdem die Party in den letzten Jahren immer größer und bunter geworden ist und auch immer neue Konzepte ausprobiert wurden, brauchen wir in diesem Jahr mal eine Verschnaufpause – einmal keine Beete abdecken; keine Schichtpläne füllen; kein Kopfzerbrechen um Eintrittskarten oder laute Menschenmengen auf der Straße.

Zudem platzt das Haus gerade aus allen Nähten – ca. 20 Gruppen treffen sich derzeit jede Woche im Haus und auch sonst wird es vielseitig genutzt. Das freut uns sehr und gleichzeitig wäre die Maiparty noch ein Oben-Drauf-Gewusel und auch ohne Maiparty haben wir ausreichenden Kontakt mit den Nachbar*innen …

Natürlich hatten wir gehofft, dass die Party vielleicht einfach in der Iranischen Botschaft stattfinden kann (#keinSchlafOhne!!) oder unter der Nordbrücke. Da Ersteres nun vermutlich gerade nicht realisierbar ist, findet sich vielleicht wer unter euch die*der Zweiteres umsetzen mag und somit auch einen Raum schaffen kann um dennoch gemeinsam in den Mai zu Tanzen.

Wir hoffen auf euer Verständnis und verbleiben mit den besten Grüßen,

die Bewohner*innen des Oscar-Romero-Hauses

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Queer*-feministischer Filmabend, Sonntag 15. April

QUEER*-FEMINISTISCHER FILMABEND
!!!!!!!! ACHTUNG: Terminänderung im April !!!!!!!!
Im April NICHT am ersten Mittwoch, sondern:

Am Sonntag, 15. April, um 18 Uhr,
im Oscar-Romero-Haus (Heerstr. 205; 53111 Bonn)
Den Flur durch, bis zum Treppenhaus und dann die Treppe bis ganz oben zum Dachboden.
Die Haustür unten wird von 18:30 -19 Uhr geöffnet sein.

Wir schauen zusammen den Film „Attenberg“ von Athina Rachel Tsangari.
Der coming of age Film aus dem Jahre 2010 zeigt auf berührend unkonventionelle Weise die ersten Erkundungen der eigenen Sexualität und Intimität jenseits der Kategorien „heterosexuell“ oder „homosexuell“.
Marina (Ariane Labed) lebt mit ihrem krebskranken Vater (Vangelis Mourikis) in einer griechischen Industriestadt am Meer. Sie betrachtet die Absurditäten des menschlichen Treibens mit Skepsis und erkundet sie mit der Neugier und Ungeprägtheit eines Kindes. Informationsquelle für Sexualität sind für sie die Tierdokumentationen der BBC von Sir David Attenborough. Diese erhalten im Film künstlerisch Präsenz, auf diese Art wird eine abstrakte Spezies Mensch entworfen. Erste Berührungen erfährt die scheinbar asexuelle Marina durch ihre weitaus erfahrenere Freundin Bella (Evangelia Randou), die sie dazu ermutigt, sich für andere zu öffnen. Diese Freundschaft erscheint fernab der üblichen Filmklischees und lässt sogar generell die Kategorien „Freundschaft“ und „Sexualität“ weit hinter sich.
Der Film fasziniert durch die dokumentarisch anmutenden Bilder und verzichtet auf jegliche emotionale Details.

Zuvor gibts noch einen Überraschungskurzfilm.
Im Anschluss kann sich eine ungezwungene Diskussionsrunde (ca.30min.) entwickeln.
Dies ist eine nicht-kommerzielle-Veranstaltung, der Eintritt ist frei.

*Queer ist ein Fremdwort aus der englischen Sprache und bezeichnet als Adjektiv Dinge, Handlungen oder Personen, die von der Norm abweichen. Ursprünglich wurde das Wort oft als Schimpfwort, besonders für Homosexuelle- und Trans*menschen verwendet. Mittlerweile haben eben diese sich den Begriff angeeignet und positiv umgedeutet. Es gibt keine klar abgegrenzte Definition dieses Begriffs. Er steht somit für Vielfalt und die Möglichkeit sich selbst frei zu definieren ohne eng normierende Rahmen.
Wir wollen: emanzipatorische Filme zeigen, die meistens nicht auf den großen Kinoleinwänden zu sehen sind. Filme, die uns zum nachdenken anregen und inspirieren. Die Charaktere sowie Szenen darstellen, die in der Regel im Mainstreamkino nicht erwünscht sind.